Im Rahmen unseres 10-Jahres-Jubiläums haben wir uns einen Tag Zeit genommen, um ausschliesslich an neuen Mixed-Reality-Konzepten zu arbeiten. Basierend auf Dutzenden von Ideen sind während des Gbanga-Game-Jams fünf Richtungen innerhalb eines Tages ausgearbeitet worden.

1. «Talk Back»: Ein location-based, multi-lineares, sprachgesteuertes Game

Team «I want your name and your number» (Dano, Ramona, Kyra)

Blockierte Anrufe sind immer mysteriös. Dieses Spiel basiert auf dieser Situation: Ausgehend vom Telefon-App ruft das Game den Spieler an und ein anonymer Guide gibt Richtungsanweisungen und was als nächstes zu tun ist (ähnlich von der Mechanik aber nicht anonym: Johan in unserem StadtNatour). Die simulierten Anrufe werden an bestimmten Orten ausgeführt und Feedback kann über Voice-Control gegeben werden. Eine neue Art, die Umgebung zu erleben – und alles begleitet mit einem Inhalts-Werkzeug, um selbst unheimliche Geschichten für Freunde zu erstellen.

2. «Epic Geo-Creeps»: Ein multiplayer, location-based, DNA-Sammel- und Zuchtspiel

Team «Monsters , not incorporated» (Tabea, Yury, Robin)

Sammle Monster um dich herum (ähnlich wie in unserem Zooh-Projekt) und benutze die prozedural generierten DNA-Stränge, um neue Monster zu züchten, mit denen dann in Schach-ähnlichen Kämpfen unterschiedliche Stärken der Monster zum tragen kommen. Das Konzept geht von location-based Games aus mit einer ganz eigenen Mechanik: Fokus Multiplayer mit Konzentration auf Monster-Kämpfe, die nie gleich sind. Alles dreht sich um die Frage: Wer züchtet von allen epischen Monstern das stärkste?

3. «Kill me if you can»: ein Kamera-tracking Escape-Game für zwei

Team «Alcatraz» (Manuela, Balazs)

Eine neue Art von Escape-Game: Player 1 ist der oder die Gefangene, Player 2 ist Hacker oder Hackerin ausserhalb des Gefängnisses und will Spieler 1 aus dem Gefängnis holen. Der Insasse oder die Insassin orientiert sich nur an der eigenen Umgebung, der Hacker oder die Hackerin hat Zugang zum Bauplan des Gebäudes und zur Position von Player 1, dank Überwachungskameras. Der Hacker oder die Hackerin gibt Anweisungen während der Insasse oder die Insassin versucht Tunnel, Zugänge und – jetzt wirds spannend – Teile einer Bombe zu finden. Um auszubrechen muss die Bombe am schwächsten Ort des Gefängnisses platziert werden. Diesen Ort kennt natürlich nur der Hacker oder die Hackerin. Ein Zweispieler-Game basierend auf Kamera-Tracking (ähnlich wie in unserem Galaxy Invaders) – und jede Partie endet mit einem grossen Knall.

4. «M.A.Y.B.E.»: instrumental, interaktiv, immersiv

Team «Superhuman music masters – with glasses» (Andi, Beni)

Dieses interaktive Erlebnis basiert auf einem der ersten elektronischen Musikinstrumente der 20er-Jahre – das Theremin. Einem Instrument mit dem Musik ohne Berührung gemacht werden kann. Ausgehend von der Microsoft Kinect haben wir das Instrument ins Jahr 2017 geholt. Und Heureka! Andi und Beni haben erfolgreich einen funktionierenden Prototyp mit Kinect erstellt, mit der Tonhöhe und Lautstärke mit Handbewegungen kontrolliert werden kann.

5. «Projekt X»: Ein Retro-Spiel in der Mixed-Reality-Ära

Team «Retro Renegades» (Matt, François)

Alle obigen Projekte haben ein grosses Potential, sei es aus Sicht der Markttauglichkeit oder aus Sicht von Installations-Projekten für Veranstaltungen. Schlussendlich haben wir uns entschieden, ein Projekt auszuwählen und es weiterzuentwickeln. Wir nennen es nun ProjektX – wobei X passend zum Jubiläumsjahr für 10 steht. In diesem Konzept bringen wir einen Retro-Klassiker ins 2017 und transferieren die Mechaniken in die reale Welt. Man läuft in der Stadt und bekämpft Gegner. Ein funktionstüchtiger Prototyp wurde erfolgreich innerhalb eines Tages umgesetzt und wir können es kaum erwarten, weitere Details über das Jubiläumsprojekt in einem zukünftigen Blogartikel zu schreiben: der nächste Schritt sind Brainstormings und eine Team-Retraite zu Spielmechanik, Story und Setting.